... tanzende Buchstaben
Interview

"Spektakuläre Körperlandschaften, tanzende Buchstaben" — ein Interview mit Thomas Hummitzsch auf intellectures.de zu meiner Übersetzung von Maddie Mortimer: Atlas unserer spektakulären Körper — erschienen 2023 bei Hoffmann und Campe (Atlantik)

"Maddie Mortimer hat mit »Atlas unserer spektakulären Körper» einen Roman geschrieben, der sich in jeglicher Hinsicht vom Gewöhnlichen abhebt. Die Sprache wird hier selbst zum sich bewegenden Organ. Maria Meinels flirrend kreativer Übersetzung merkt man den Aufwand hinter ihrer Leichtfüßigkeit nicht an. Ein Gespräch über die Lust am Retour-Blitzbomben, das Erobern von Landschaften aus Lettern, über »schniefmiefen, schrämen und schamrotschnell schlingern« in einem spektakulären Roman, in dem eine junge Frau nach einer schrecklichen Diagnose sich und das Leben neu entdeckt."

Lest selbst!

Weitere Empfehlungen dieses Buches durch Kollegen (unter "Welche Übersetzung einer:eines Kolleg:in hat Dich zuletzt vom Hocker gehauen?"):
Ulrich Blumenbach
Frank Heibert

Maddie Mortimer
Echt absolut!  Arbeitsblätter
zum Workshop "Buchkunst"

Zur Projektwoche Vom Text zur (Buch-)Kunst und zurück für Kinder und Jugendliche von 11 bis 18 Jahren, die in der Galerie Sonnensegel in Brandenburg (Havel) stattfand, gibt es jetzt Methodenblätter!

Kostenfrei herunterzuladen auf "Echt absolut – Literarisches Übersetzen mit Jugendlichen".
Viel Spaß beim Nachmachen!

echt absolut
Tea Rooms. Mujeres obreras
von Luisa Carnés

Roman. Übersetzung aus dem Spanischen ins Deutsche, erscheint im Verlag DuMont im Frühjahr 2027

Luisa Carnés
Reading Genesis
von Marilynne Robinson

Philosophischer Essay. Übersetzung aus dem Englischen ins Deutsche, erscheint im Fischer Verlag 2026

Virginia Mendoza
Armenisch-Deutsche
Lyrikwerkstatt  Tagung

24. – 26. Oktober 2025
Akademie Sonneck


Die Tagung steht in diesem Jahr unter dem Thema „Brückenschlag“ und widmet sich Nachdichtungen armenischer Lyrik ins Deutsche. —
Parallel zur Werkstatt in Sonneck werden Texte aus unseren Federn von armenischen Lyriker:innen übersetzt. Eine Auswahl der entstandenen Dichtungen erscheint im März 2026 in einer zweisprachigen Anthologie im Mitteldeutschen Verlag.

Leitung: Juliane Blech
Assistenz: Hermine Navasardyan (armenische Lyrikerin) und Armenuhi Drost-Abgarjan (armenisch-deutsche Literaturwissenschaftlerin)
Akademie Sonneck

Eine Veranstaltung des Friedrich-Bödecker-Kreises Sachsen-Anhalt in Zusammenarbeit mit dem armenischen Schriftstellerverband WUA (Writers Union of Armenia)

Tagungszentrum
Innehalt
zu Bildern von Andreas Bartsch

aus dem Jahr 2006,
gezeigt in der Ausstellung Helle Kammer – Raum für Fotografie
im Literaturhaus Halle

Innehalt

Ein Stahlross von Brücke. Stumme Stärke. Genietet noch, nicht geschweißt. Damals unkaputtbar. Die Lichter sind aus. Eine Sperrung hindert am Queren. Auffällig, unwirklich fast: die Sanftheit des Schnees. Unbetreten. Unberührt. Mit kreuzenden, scheuen Schatten. Das Weiß ist so rein, als spräche es die Brücke frei von der Schuld an ihrer Vernichtung. Als wiese es in die Ewigkeit. Der Himmel scheint dieses Hell zu spiegeln, Frieden zu schließen mit diesem Moment. Das Licht wirkt heilig, magisch, geweiht. Die Nachtaufnahme verrät sich nur durch das Scheinwerferlicht nebenan. Und da entdeckt man sie, die neue Brücke, deren blitzender Pylon den Abriss der alten, maroden, illuminiert.

Im anderen Bild: Letzte Gebäudereste einer Fabrik. Die freistehenden Wände fragen, fragil, nach dem Wann. Nur der Stahl im Beton hält die Mauern im Lot. Tonnen von Zucker wurden hier raffiniert und in Würfeln und Hüten über Land geschickt aus dem damals weltgrößten Werk. Gut 140 Jahre nach der Gründung hat das Raffinieren ein Ende. Der Container verrät das Absichtsvolle: den Abtransport von Epochen. Aus der Bildmitte kragt ein ähnlich kahles, doch ungleich kraftvolleres Gebilde: ein Baum mit doppeltem Stamm und kräftiger Krone, die Wurzeln fest im sorgsam umbaggerten Boden. Vor aller Dekonstruktion: Wachstum und Chance.

Monumente der halleschen Industriekultur. Bildachsen gliedern die Baugeschichten beider Riesen in Davor und Danach. Zwischen diesen Welten liegt ein Raum, ein Atemholen. Im Innehalten – in dieser bewussten, szenisch überhöhten Schwebe – zählt nur das Jetzt. Der Fotograf Andreas Bartsch lädt ein, sich zu sammeln. Dem Loslassen zu stellen. Wandel anzunehmen. Seine Protagonisten, Schnee und Baum, versöhnen uns mit der Zerstörung; im lichtvollen Weiß und der Gablung des Stamms liegt die Kraft der Transformation.

Maria Meinel
Halle (Saale), 2025

Andreas Bartsch, 2006 Andreas Bartsch, 2006
Horizont und Höhle
mit Irina Mashinski

Buchpremiere
7. Oktober 2025

im Babel Books Berlin

Vorgestellt wird ihr eben erschienener Band „Horizont und Höhle“ (ausgewählte Essays und Prosa aus den Jahren 1995–2024, in russischer Sprache), wir werden aber auch über "Die Nackte Welt" sprechen, erschienen 2024 in meiner Übersetzung im Elif Verlag, die einen Gutteil der Prosatexte aus diesem Band enthält.

Irina Mashinski, Lesung
Der Versuch
von Martin Giersch

Der Versuch, in das Zentrum des sozialkreativen Friedens zu denken

Philosophische Abhandlung
564 Seiten
Exaiphnes Editionen, Oktober 2025


Dieses Buch liegt mir sehr am Herzen. Es ist ein Lebenswerk im Ursinne. Eine Feier.
Der Versuch, in das Zentrum des sozialkreativen Friedens zu denken, handschriftlich aufgeschrieben vom doch (!) wieder ins Leben zurückgekehrten Autor und Freund Martin Giersch, ist ein „schreibend angestrengter Entwicklungsweg der Lebensgewinnung“, wie es in der Ankündigung heißt.
Ich habe das Buch – ein fast 600 Druckseiten starkes, philosophisches, anthroposophisches Werk – vor gut zwei Jahren über viele Monate hinweg in zähem Hin und Her lektoriert. Damals war ungewiss, ob es je publiziert werden würde. Dann ist dieses Buchmarktwunder geschehen: Martin hat einen Verlag gefunden, die Exaiphnes Editionen (eine Neugründung des Helmut Seubert Verlags), die nicht nur sein Opus Magnum herausbringen wollten, sondern gleich auch seine - mir ebenso vertraute - Arbeit über „Goethes Zugang zur Wirklichkeit“, die den „Versuch“ lebenspraktisch illuminiert.
Jetzt ist es in der Welt, das Mammutwerk.
Nun denn, ab unter Menschen!
Der Versuch ist für jede Denkart und jede Denkungsart ein Gewinn.

Martin Giersch
Von bitteren Sonnen berichten  Lesung

30. September 2025
in der Waisenhausbuchhandlung

anlässlich des Internationalen Tags der Übersetzung (Hieronymustag) und im Rahmen der Kiosk-Aktion
„The Translator is Present – So übersetzen WIR“

20:30 Uhr
Von bitteren Sonnen berichten — Rassismuserfahrungen in der Literatur
"Schlagwort, Schlaglicht, totgeschlagen" hätte diese Lesung auch heißen können. Maria Meinel und Anne Thomas stellen mit Berichtenswert von Deborah D.E.E.P. Mouton (Gedichte) und Bittere Sonne von Lilia Hassaine (Roman) zwei Werke vor, in denen Rassismus und Gewalt jeweils tragende Rollen spielen. Das verlangt größtmögliche Empathie beim Übersetzen. Ein performativer Versuch nachträglicher Bewältigung.

Die gesamte dreiwöchige Veranstaltung wird gefördert von der Weltlesebühne, von ECHT ABSOLUT, Dornrosa, der Lund Stiftung und dem Friedrich-Bödecker-Kreis Sachsen-Anhalt.

Maria Meinel und Anne Thomas, Foto: Marco Warmuth
The Translator is Present
So übersetzen WIR

19. September – 5. Oktober 2025

Buchausstellung, Work-Ins, Lesungen und Interventionen im und vor dem Kunstkiosk am Reileck — mit Marie Alpermann, Friederike Hofert, Anne Thomas und mir

Vom 19. September bis 5. Oktober verwandelt sich der Kiosk am Reileck in unser Büro. Schaulustige können bei Work-Ins live miterleben, wie wir Bücher aus den jeweiligen Fremdsprachen ins Deutsche bringen, obskure Begriffe recherchieren, ratlos in die Luft starren, konzentriert tippen, zur Ideenfindung eine Runde um den Kiosk drehen und uns über gelungene Lösungen freuen. Fragen zu unserer Arbeit und unseren Projekten sind nicht nur willkommen, sondern erwünscht. Kostproben gibt es natürlich ebenfalls – in den verschiedenen Kiosk-Fenstern, aber auch bei Lesungen und Gesprächen, unter anderem in einer Live-Sendung mit Radio Corax.

Marie Alpermann und Friederike Hofert beschäftigen sich anhand ihrer Übersetzungen Was Hortensia nicht mehr erzählen konnte von Dulce Chacón (Roman) und Europa in Sepia von Dubravka Ugrešić (Essays) mit Möglichkeiten und Grenzen diskriminierungssensibler Sprache. Bei der Abschlusslesung werden sie mit der Lektorin Anne Grunwald über die kreativen Kräfte sprechen, die beim gemeinsamen Feilen an einem Text freigesetzt werden, und darüber, warum Übersetzen Handarbeit bleiben muss. Bei Maria Meinel und Anne Thomas geht es um Entwurzelung, Gewalt, Rassismus und um die nötige Empathie beim Übersetzen. Sie werden aus ihren Übersetzungen Berichtenswert von Deborah D.E.E.P. Mouton (Gedichte) und Bittere Sonne von Lilia Hassaine (Roman) lesen und den Stimmungen nachspüren.

Vernissage
19. 9. 2025 um 19 Uhr am Kiosk
Lesungen mit musikalischer Begleitung durch Dorothee Leipoldt

Work-Ins
19. 9., 22. 9., 25. 9. und 2. 10. 2025 im Kiosk

Live-Sendung mit Radio Corax
28. 9. 2025 im Kiosk

Doppellesung in der Waisenhausbuchhandlung
30. 9. 2025
19:00 Uhr
Schrauben, Schleifen, Stolperfallen – Lektorat und Übersetzung für engagierte Kleinverlage
20:30 Uhr
Von bitteren Sonnen berichten – Rassismuserfahrungen in der Literatur

Finissage 4. 10. 2025 am Kiosk
Lesung mit musikalischer Begleitung durch Dorothee Leipoldt und ihre Banda Stracciatella

Diese Veranstaltung wird gefördert von der Weltlesebühne, der Lund Stiftung und dem Friedrich-Bödecker-Kreis Sachsen-Anhalt.

F. Hofert, M. Alpermann, A. Thomas, M. Meinel
HHU-Dozentur Literaturübersetzen
Düsseldorf

8.-12. September 2025

Einwöchiges Blockseminar und Abnahme der Abschlussprüfungen im Masterstudiengang Literaturübersetzen an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Arbeitssprachen Englisch und Spanisch

Dozentur
schlachtberg
von Jörg Kowalski

Übersetzung eines Gedichts von Jörg Kowalski aus dem Deutschen ins Englische (und anderer Texte aus dem Englischen ins Deutsche) für Planetarische Bauern. Katalog zur gleichnamigen Ausstellung im Kunstmuseum Moritzburg — MMKoehn Verlag, August 2025 — Herausgeber: Christian Philipsen

Ausstellung 23.5. – 14.9.2025 im
Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale)
www.planetarische-bauern.de
Eine Kooperation von Kulturstiftung Sachsen-Anhalt, Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) und Werkleitz
Teil der Landesausstellung Sachsen-Anhalt Gerechtigkeyt 1525

Ausstellungskatalog
Wissensbuch des Jahres
Nominierung

Meine Übersetzung von
Virginia Mendoza
Die Suche nach Wasser. Eine Menschheitsgeschichte
wurde in der Kategorie Überraschung — das originellste Buch als Wissensbuch des Jahres 2025 nominiert.

Zum Buch

»Die Suche nach Wasser ist zugleich ein wissenschaftliches Feuerwerk wie auch ein Drängen darauf, die hydraulischen Despoten unserer Zeit nicht weiter gewähren zu lassen.«
Judith Solty im Freitag

»Mendoza publiziert mit diesem Buch nicht weniger als ein Standardwerk über Leben und Tod – die Fibel unserer Gegenwart.«
Schweizer LandLiebe

Virginia Mendoza
Literatur übersetzen. Von Zunft und Zukunft   Vortrag

19. Mai 2025, 10 Uhr
Melanchtonianum
Hörsaal G

Gastvortrag an der Uni Halle

In einer „Charla“ des Instituts für Romanistik spreche ich über meinen (Traum-)Beruf, über Passion, Professionalität und persönliche Ziele, und auch über aktuelle Entwicklungen der Branche – über KI, Humor und die Unmöglichkeit, Menschlichkeit zu ersetzen.
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Gastvortrag Maria Meinel
Lesung und Gespräch
Berufsschule Bitterfeld

8. Mai 2025

Lesung aus The Second Worst Thing von Lauri Kubuitsile an den Berufsbildenden Schulen Anhalt-Bitterfeld — Wie übersetze ich Gesten? Und wie die "Popular Group" einer Schule? ... Lenore Dietsch schrieb ein sehr schönes Feedback zu meiner Lesung. Herzlichen Dank!
Bild: Lenore Dietsch

Maria Meinel, (c) Lenore Dietsch
Chemnitz, Sonnenberg
Texte zur Casa Rossa

Zwei Beiträge für einen anlässlich der "Kulturhauptstadt Chemnitz 2025" vom Architekturbüro bodensteiner fest herausgegebenen und im Deutschen Architektur Verlag erschienenen Band über die aufwändige Sanierung der desolaten Casa Rossa auf dem Chemnitzer Sonnenberg

DAM Architectural Book Award 2025

Blick ins Buch, mehr auf
casa-rossa-chemnitz.de

bodensteiner fest
Echt absolut!
Vom Text zur Buchkunst und zurück

22.–25. April 2025
Projektwoche für Kinder und Jugendliche von 11 bis 18 Jahren

Galerie Sonnensegel
Brandenburg (Havel)

Ihr wolltet schon immer mal eine Geschichte in Bilder „übersetzen“? — Wir stellen euch zwei Bücher vor, die aus einer anderen Sprache ins Deutsche übersetzt wurden und die ganz unterschiedlich illustriert sind. Ihr fertigt Skizzen zu euren eigenen Vorstellungen von den Geschichten, und wir erarbeiten gemeinsam, in welchen Techniken wir eure Ideen umsetzen können. Die entstandenen Bilder werden wir dann in eine (neue) Geschichte „rückübersetzen“. Entstehen soll ein Leporello oder ein Heft eurer Bildergeschichte mit einem Text.

Kursleitung:
Maria Meinel, Nancy Jahns

Ein Projekt im Rahmen von "Echt absolut – Literarisches Übersetzen mit Jugendlichen"
In Kooperation mit: